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Literaturempfehlung der Fouqué-Bibliothek
Dienstag, den 02. März 2010 um 08:50 Uhr
von Dipl.-Bibliothekarin Ingeborg Arlt
„Das siebte Kreuz“ von Anna Seghers.
Eine Schullektüre, wenig beliebt. Mit erneutem Lesen kommt das Erstaunen. Es ist ja gar nicht langweilig! Es ist auch kein sozialistisches Lehrbuch! Es ist zwar informativ und zwar so sehr, dass man, nachdem es 1942 im amerikanischen Exil erstmals erschien, bald eine Sonderausgabe für die US-Army drucken ließ, weil das Buch so gut informierte. Es lehrt zwar auch einiges, Historisches, Psychologisches, ja sogar Religionsphilosophisches, aber so beiläufig, dass man das Lernen gar nicht bemerkt, denn man folgt gespannt dem Verlauf einer Flucht.
Literaturtipp der Fouquè-Bibliothek
Sonntag, den 28. Februar 2010 um 09:16 Uhr
Von Jane Fanselow (Fachangestellte)
Lesetipps aus der Kinderbibliothek zum Mittelalter
Im Mittelalter gab noch echte Helden. Tapfere Ritter kämpften um die Gunst edler Burgfräulein, die in schönen Kleidern umher liefen. Die Menschen lebten in stolzen Burgen und feierten viele Feste. Alles war wunderschön und romantisch. Von wegen! Angenommen, man wäre im Mittelalter, im England des 15. Jahrhunderts. Man stelle sich vor, man wäre ein kampferfahrener Soldat. Wegen einer schweren Schulterverletzung ist es unmöglich, weiter als Kämpfer zu arbeiten. Doch irgendwo muss das Geld ja her kommen! Was nun? Ein Job im Kerker wäre vielleicht nicht schlecht, und vielleicht kann man sich gegen üble Mitbewerber wie Schläger und alte, grimmige Diener durchsetzen! Und obwohl dieser Job nicht gut bezahlt wurde, war es noch besser, als selbst im Kerker zu sitzen – oder in einer engen Röhre zu hängen, bis man ertrinkt oder in einem winzigen Loch zu stecken, in dem man sich nicht bewegen kann.
Literaturtipp der Fouquè-Bibliothek
Sonntag, den 28. Februar 2010 um 09:01 Uhr
Von Marion Duhm (Diplom-Bibliothekarin)
„Motiv: Angst“ von Antje Szillat / Edition Zweihorn, 2008
„Ich will nicht in diese Schule gehen. Ich will da einfach nicht mehr hin. Da stehen schon diese blöden Typen. Verdammt, jetzt haben sie mich gesehen. Am liebsten würde ich wegrennen. Nur wozu? Die kriegen mich ja doch. Wenn ich doch nur unsichtbar wäre oder tot ...“ Jan hat Angst. Er ist Schüler einer 5. Klasse und muss miterleben, wie sein Mitschüler Victor und dessen Bande einen Klassenkameraden quälen. Von da an wird auch Jan bedroht, geschlagen und erpresst. Aus Angst vor noch weiteren Quälerein schweigt der Junge, obwohl seine Misshandlungen nicht zu übersehen sind. Freunde und Lehrer sehen weg, der Direktor ist um den guten Ruf seiner Schule besorgt. Jans Mutter ist hilflos, kann nur vermuten, dass ihr Sohn in der Schule gemobbt wird. Für Jan scheint die Situation in der Klasse aussichtslos. Dann kommt eine junge Lehrerin an die Schule, die ebenfalls vom ersten Tag an den Attacken der Schülerinnen und Schüler ausgesetzt ist.
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