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Literaturempfehlung der Fouqué-Bibliothek

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Freitag, den 30. September 2011 um 06:55 Uhr

Von Cornelia Stabrodt, Direktorin Fouqué-Bibliothek

Lion Feuchtwanger

Die Jüdin von Toledo


Christa Wolf betrachtet in ihrem Jahrhundertbuch „Die Stadt der Engel“ auch die Literatur. Viele bekannte, aber in Vergessenheit geratene, Schriftsteller erfahren die ihnen längst zustehende Würdigung unserer Zeit. Dazu gehört Lion Feuchtwanger, der 1884 in München zur Welt kam, nach dem Schulbesuch und vielseitigen Studien die Kulturzeitschrift „Der Spiegel“ herausgab, Theaterkritiken schrieb, an der „Schaubühne“ arbeitete, im ersten Weltkrieg in Tunis interniert dann vom Wehrdienst suspendiert wurde. Von den Nazis verfolgt, seine Bücher verboten, sein Haus und sein Vermögen konfisziert, emigrierte er nach Frankreich. Ab 1941 lebte er in Kalifornien, schrieb dort große historische Romane, Erzählungen, Stücke und Essays. 1958 starb er in Pacific Palisades.

In seinem Roman „Die Jüdin von Toledo“ schreibt Feuchtwanger 1955 in seinem Nachwort:“ Weil also das hinreißende Rittertum des Mittelalters noch immer unheilvoll lebendig ist, deshalb geht, glaube ich, die Geschichte von Alfonso und Raquel auch uns an…“ La Fermosa, die Schöne, wird im mittelalterlichen Spanien Raquel, die Tochter des angesehenen Juden Jehuda Ibn Esra, genannt. König Alfonso VIII. von Kastilien, christlicher Heerführer und Ritter, verliebt sich in die gebildete, schöne, junge Frau. Er verlangt von ihrem Vater, dass sie sein Kebsweib, seine Geliebte, wird. Was für Raquel als politisches Opfer im Interesse des Friedens begann, endet in einer tödlichen Liebesbeziehung.

Der Leser erfährt die schwierige Situation der Juden im 12. Jahrhundert. Er nimmt teil am Dirigieren des Jehuda Ibn Esra, einem brillanten Staats- und Geschäftsmann, der es versteht, die wirtschaftliche Entwicklung des christlichen Spaniens mit Hilfe seiner Landsleute voran zu bringen. Er lernt Musa, den Moslem, kennen, der die Gemeinsamkeit der drei Religionen hervorhebt - die Suche nach dem Frieden. Der Roman ist ein Plädoyer für den Frieden und in unserer Zeit, in der vom „heiligen Krieg“, von „Kreuzzügen“ gesprochen wird und in Erinnerung an den 11.09.2001, aktueller denn je.

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Literaturempfehlung der Fouqué-Bibliothek

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Mittwoch, den 03. November 2010 um 06:47 Uhr

Literaturtipp von Simone Schulze Diplom-Bibliothekarin

Erschütternd und anspruchsvoll:

Hilsenrath, Edgar: Nacht

978-3-423-13547-4

Dass Edgar Hilsenrath ein außergewöhnlicher Schriftsteller ist, ist jedem klar, der "Der Nazi und der Friseur" gelesen hat... Aber "die Nacht" ist im Gegensatz dazu sehr verschieden. Hilsenrath erzählt die Geschichte der Menschen im jüdischen Ghetto einer ukrainischen Stadt. Vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen beschreibt Hilsenrath, wie Menschen werden können, wenn sie um das nackte Überleben kämpfen müssen. Hunger, Krankheit und die Angst, jederzeit deportiert werden zu können, wenn man nachts keine Unterkunft findet, prägt die Menschen.

Hilsenraths präzise und bildhafte Sprache bleibt selbst da noch lakonisch, wo die Grenze des Beschreibbaren überschritten wird. Umso spürbarer werden dadurch der Schmerz und das Grauen.Alle Titel sind auszuleihen in der Fouqué-Bibliothek am Altstädtischen Markt 8.

Simone Schulze

Diplom-Bibliothekarin

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Literaturempfehlung der Fouqué-Bibliothek

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Freitag, den 03. September 2010 um 06:47 Uhr

Literaturtipp von Simone Schulze Diplom-Bibliothekarin

Der spannende Krimi:

Deaver, Jeffrey:  Allwissend (Thriller)

978-3-7645-0336-9

Kathryn Dance, psychologische Ermittlerin und Verhörexpertin bei der kalifornischen Polizei, ist mit ihrem Team auf der Suche nach einem Unbekannten, der vor seinen Verbrechen am Straßengraben rote Rosen und ein Kreuz mit dem Todesdatum vom aktuellen oder morgigen Tag anbringt.

Simone Schulze

Diplom-Bibliothekarin

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