Literaturempfehlung der Fouquè-Bibliothek
Dienstag, den 02. Juni 2009 um 08:30 Uhr
von Karin Warnken (Dipl.-Bibliothekarin) Hund ist einsam und bestellt sich einen Freund als Bausatz: Robo, den Roboter. Sie verbringen viel Zeit miteinander. Eines Tages fahren beide Freunde an den Strand und vergnügen sich im Meer. Doch Robo rostet ein und Hund lässt den bewegungsunfähigen Roboter am Strand zurück. Hund kehrt nach einiger Zeit mit einem Reparaturset zurück und muss festzustellen, dass er zu spät gekommen ist: der Strand ist außerhalb der Badesaison geschlossen. So verlässt Hund seinen Freund Robo. Nun werden Monat für Monat die Lebensläufe von Robo und Hund erzählt: Hund schließt neue Freundschaften, die jedoch stets von kurzer Dauer sind und so seine Einsamkeit nur vorübergehend lindern.
Schließlich bestellt er sich wieder einen neuen Roboterfreund als Bausatz. Auch Robos Situation ist bitter: Er liegt einsam am Strand, wird ein Bein demontiert, im Winter bedeckt ihn eine Schneedecke, Vögel nisten sich bei ihm im Frühjahr ein. Währenddessen ersehnt er sich ein Wiedersehen mit Hund und flüchtet sich in Träume verschiedener Befreiungsszenarien. Zuletzt wird Robo auf einen Schrottplatz verfrachtet und in seine Einzelteile zerlegt. Waschbär, ein Bastler, sammelt einige davon auf und verwendet sie für eine neue Erfindung. Der nun umfunktionierte und zu neuem Leben wiedererweckte Robo und Waschbär werden enge Freunde. Eines Tages erblickt Robo Hund zusammen mit seinem neuen Roboterfreund. Robos Traurigkeit und Sehnsucht kehren zurück – doch er kann loslassen und von ferne Abschied nehmen.
Der vielschichtige Bilderroman wird ohne Worte, in einfachen und klaren Bildern erzählt. Aquarelle wechseln mit plakativen Darstellungen ab. Die Traumsequenzen des Roboters gehen in die Bilder der Wirklichkeit über. Es ist eine emotionsreiche Erzählung über Freundschaft, Treue, Einsamkeit, Verlust und Loslassen. Die Geschichte ist nicht nur für Kinder ab 8 Jahren sehens- und erlebenswert, sondern auch für Erwachsene, denn sie lässt je nach Lebenserfahrung unterschiedliche Sichtweisen auf die Gefühlswelt und Verhaltensweisen der Figuren zu. Nachvollziehen kann jeder die Emotionen und Dramatik des Geschehens.
Die Illustratorin und Cartoonistin Sara Varon lebt in New York. Sie zeichnet unter anderem für die New York Times, Nickelodon und Unicef. Das Buch wurde ausgezeichnet mit dem Kinderbuch-Couch-Star. Es ist in der Kinderbibliothek, Altstädtischer Markt 8, zu entleihen.
Varon, Sarah: Robo und Hund, Ravensburger Verlag 2008, 208 S.
Der vielschichtige Bilderroman wird ohne Worte, in einfachen und klaren Bildern erzählt. Aquarelle wechseln mit plakativen Darstellungen ab. Die Traumsequenzen des Roboters gehen in die Bilder der Wirklichkeit über. Es ist eine emotionsreiche Erzählung über Freundschaft, Treue, Einsamkeit, Verlust und Loslassen. Die Geschichte ist nicht nur für Kinder ab 8 Jahren sehens- und erlebenswert, sondern auch für Erwachsene, denn sie lässt je nach Lebenserfahrung unterschiedliche Sichtweisen auf die Gefühlswelt und Verhaltensweisen der Figuren zu. Nachvollziehen kann jeder die Emotionen und Dramatik des Geschehens.
Die Illustratorin und Cartoonistin Sara Varon lebt in New York. Sie zeichnet unter anderem für die New York Times, Nickelodon und Unicef. Das Buch wurde ausgezeichnet mit dem Kinderbuch-Couch-Star. Es ist in der Kinderbibliothek, Altstädtischer Markt 8, zu entleihen.
Varon, Sarah: Robo und Hund, Ravensburger Verlag 2008, 208 S.




