Pflegeheim, Senioren-WG oder zu Hause?
Samstag, den 01. November 2008 um 16:44 Uhr
Leben und Wohnen im Alter
Zu Gast: Elisabeth Niejahr und Konrad Franke
Deutschland altert - das beweist einmal mehr die Statistik: Derzeit leben hierzulande rund fünf Millionen hilfs- und pflegebedürftige Menschen, etwa zwei Millionen von ihnen beziehen Leistungen der Pflegeversicherung. 68 Prozent von ihnen werden stationär, 32 Prozent ambulant gepflegt. Es gibt rund 11.000 Pflegeeinrichtungen mit fast 680.000 Plätzen. Tendenz steigend: Laut einer Studie des "Forschungszentrums Generationenverträge" an der Freiburger Universität könnten im Jahr 2060 sogar sieben Millionen Menschen auf Pflege angewiesen sein.
Gleichzeitig ist kaum eine Branche derart in Verruf geraten, wie die der Alten- und Pflegeheime. 70 Prozent der Deutschen haben Angst vor einem Lebensabend im Pflegeheim, jeder Achte würde sogar lieber sterben als ins Heim zu gehen. Kein Wunder angesichts regelmäßiger Schlagzeilen über Missstände, die auch durch die Prüfberichte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen untermauert werden. Ihnen zu folge bekommt jeder dritte Heimbewohner in Deutschland nicht genug zu essen, rund 35 Prozent werden nicht häufig genug umgebettet und liegen sich wund.
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